
19.5 Mio. Babyboomer gehen bis 2036 in Deutschland in Rente und nehmen das Wissen mit.
Gleichzeitig braucht es für gute KI-Lösungen in Unternehmen dringend proprietäre Daten.
In einer US-Studie kam heraus, dass 42% des vorhandenen Wissens in Unternehmen bei den einzelnen Mitarbeitenden liegt (Panopto 2018).
Das bedeutet, dass die KI auf fast die Hälfte des Wissens nicht zurückgreifen kann.
Und wenn die erfahrensten Mitarbeitenden bald in Rente/Pension gehen, ist deren Wissen für immer verloren.
Und somit auch ein Teil der Investitionen in KI-Lösungen.
Wie können wir also sicherstellen, dass Wissen im Unternehmen geteilt wird, insbesondere von den erfahrensten Mitarbeitenden?
1. Durch KI-Tools gibt es neue Möglichkeiten, die das Teilen von Wissen deutlich erleichtern:
- Voice-to-Text
- RAG auf lokale Daten
- RAG auf lokale Daten
Dies ist schon mal eine positive Nachricht, doch Technologie allein reicht nicht aus, wenn das menschliche Verhalten nicht dazu passt.
In einer Studie von Deloitte (2020) wurde nach den größten Hürden für Wissensmanagement gefragt:
- Silos zwischen Abteilungen (55%)
- Mangel an Anreizen (37%)
Und erst an dritter Stelle kam die technologische Infrastruktur (36%).
2. Aus verhaltensökonomischer Sicht scheitert das Teilen von Wissen oft an fehlenden Anreizen und sozialen Dynamiken
Wissen zu teilen, ist prädestiniert für das Trittbrettfahrerproblem:
So wie es beim öffentlichen Verkehr für mich finanziell am besten ist, wenn alle anderen ein Ticket kaufen und ich als einziger nicht, so verhält es sich auch beim Thema Wissen teilen.
Warum sollte ein erfahrener Mitarbeiter also kurz vor der Rente noch die Extrameile gehen und alles Wissen dokumentieren und zur Verfügung stellen?
Der individuelle Nutzen ist gering, der Aufwand hoch und ebenso die Wahrscheinlichkeit, dass ein paar andere nicht mitmachen.
Welche Lösungsansätze gibt es dafür?
Was es konkret braucht, damit Wissen geteilt wird, hängt von den Verhaltenstreiber im jeweiligen Kontext ab (klingt zwar allgemein, aber es gibt leider kein Allheilmittel, sonst würde es jeder bereits verwenden).
Grundsätzlich empfehle ich folgenden Ansatz:
Quelle des Fotos: Institut der deutschen Wirtschaft 2024
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